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Erzeugergemeinschaft und Züchtervereinigung für Zucht- und Hybridzuchtschweine in Bayern. w. V.

   

 

Basiszucht in Bayern

 

ZUCHTARBEIT | Basiszucht in Bayern

Zur Sicherung des Zuchtfortschrittes und zur Erhaltung der Linienvielfalt unterhält die EGZH ein Basiszuchtprogramm für die Rassen Deutsche Landrasse und Deutsches Edelschwein.

Über dieses Programm wird die gesamte Zuchtarbeit von der Anpaarung bis zur Eberselektion gesteuert. Ziel ist die Produktion von fruchtbaren, leistungsstarken und langlebigen Kreuzungs- und Reinzucht-Jungsauen. Weitere Aufgaben der Basiszucht ist die Versorgung mit hochwertigen DL und DE Ebern für die bayerischen Besamungsstationen, sowie die Steigerung des Zuchtfortschrittes bei gering erblichen Merkmalen (Fruchtbarkeit).

Im Basiszuchtkonzept der EGZH wird eine Sauenbasis intensiv züchterisch bearbeitet. Durch die Erhöhung der Genauigkeit der Zuchtwertschätzung in Folge von wiederholten Prüfungen und Vernetzung mit den Daten der 140 000 lebenden Verwandten im Datenpool des LKV Bayern wird der Zuchtfortschritt erhöht. Dadurch weisen die Basissauen im Mittel eine Sicherheit auf, die dem Niveau von Besamungsebern in konkurrierenden Zuchtorganisationen entspricht.

Das Generationsintervall wird verkürzt, indem man von der Nachkommenprüfung auf eine Geschwisterprüfung umstellt. Ein Jungeber wird in der Basiszucht nur aufgestellt, wenn gleichzeitig zwei Geschwistern in die Mastprüfanstalt überstellt werden. Somit steht immer eine Vollgeschwisterprüfung bei der Selektionsentscheidung zur Verfügung.

Ein weiterer Punkt besteht darin, mittels gezielter Anpaarung in der Basiszucht die Linienvielfalt unter Wahrung hoher Homogenität der Endprodukte zu optimieren.

Kennzeichen der EGZH Basiszucht:

  1. 1. Vernetzung und Komprimierung der Zuchtbasis
  2. 2. Intensivierung der Zuchtarbeit, Erhöhung der Genauigkeit (Wiederholungen)
  3. 3. Kürzeres Generationenintervall (Geschwister- statt Nachkommenprüfung)
  4. 4. Homogenität bei optimaler Linienvielfalt

In der bayerischen Herdbuchzucht stehen nahezu 4 500 Zuchtsauen zur Zuchtarbeit zur Verfügung. Durch eine Kombination von Basiszucht und weiteren Züchtern erfolgt eine weitere Steigerung des Zuchtfortschrittes und die Absicherung des genetischen Pools. Zusätzliche züchterische Aspekte folgen aus der pyramidalen Struktur des Basiszuchtkonzeptes. Da der Genfluss hierbei von oben nach unten geht, kann durch scharfe Selektion in der Basis, ein Großteil an Untersuchungen in den nachgelagerten Stufen eingespart werden (Bsp. Genotypisierung-, MHS-, RBP4-Test). Die Daten aus den Vermehrerbetrieben werden zudem für die Zuchtwertschätzung in der Basis herangezogen. Sogar aus dem Datenbestand der 150 000 lebenden Produktionssauen im LKV Bayern werden Daten bei bekannter Abstammung für züchterische Entscheidungen in der Basis genutzt. Dies ist besonders bei Merkmalen, die eine geringe Erblichkeit aufweisen, von Bedeutung. Diese Merkmale, wie etwa die Fruchtbarkeit oder Ferkelvitalität, sind stark von Umweltverhältnissen beeinflusst und sollten in möglichst verschiedenen Umwelten getestet werden.


 

Unser Zuchtziel

 

ZUCHTARBEIT | Unser Zuchtziel

Die Zuchtprogramme und Zuchtziele der EGZH werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierzucht in Grub erstellt. Hier schätzen unsere Experten wichtigen Zuchtwerte für Fruchtbarkeit, Fleisch- und Mastleistung, Fleischqualität und Stülpzitzen sowie andere qualitätsbestimmende Merkmale. Diese so genannte BLUP-Zuchtwertschätzung dient einer neutralen genetischen Bewertung der Tiere. Durchgeführt werden die Kontrollen mittels anerkannter wissenschaftlicher Methoden von staatlichen Stellen. Sowohl für die Sauen als auch für die Eber werden alle Merkmale entsprechend ihrer wirtschaftlichen Bedeutung im Gesamtzuchtwert zusammengefasst.

Das Zusammenspiel zwischen den Innovativen Zuchtzielen der EGZH und der neutralen staatlichen Zuchtwertschätzung garantieren den Erfolg unserer Kunden.

Bei der Erstellung der Zuchtziele wird zwischen den Mutter- und Vaterrassen unterschieden.


 

Mutterrassen

 

ZUCHTARBEIT | Mutterrassen

Grafik Zuchtziel Mutterrassen:
Prozentuale Anteile der Produkte der Merkmale im Gesamtzuchtwert

Einen ausführlichen Artikel zum Thema: "Bayern beschließt neue Zuchtziele für Vater- und Mutterrassen finden Sie hier (veröffentlicht in "Der Schweineprofi - Mitteilungsblatt der EGZH - Ausgabe April 2015").


 

Vaterrassen

 

ZUCHTARBEIT | Vaterrassen

Grafik Zuchtziel Vaterrassen:
Prozentuale Anteile der Produkte der Merkmale im Gesamtzuchtwert

Einen ausführlichen Artikel zum Thema: "Bayern beschließt neue Zuchtziele für Vater- und Mutterrassen finden Sie hier (veröffentlicht in "Der Schweineprofi - Mitteilungsblatt der EGZH - Ausgabe April 2015").


 

Leistungsprüfung

 

ZUCHTARBEIT | Leistungsprüfung

Die Leistungsprüfung in Bayern unterteilt sich in mehrere einzelne Leistungsprüfungen.

Diese sind:

  1. 1. Zuchtleistungsprüfung im Züchterstall
  2. 2. Eigenleistungsprüfung im Feld
  3. 3. Mast- und Schlachtleistungsprüfung auf Station

Zuchtleistungsprüfung im Züchterstall

Die Organisation, Durchführung und Auswertung der Zuchtleistungsprüfung obliegt dem unabhängigen LKV. Ein Ringberater dieser Einrichtung erfasst in jedem Zuchtbetrieb die lebend geborenen, tot geborenen, untergewichtigen (< 1 kg) sowie die aufgezogenen Ferkel. Diese Werte sind wichtige Kennzahlen für die Sauenfruchtbarkeit und fließen in das Zuchtziel der EGZH ein.

Zusätzlich werden vom Ringberater das Geschlecht, die Anzahl der Zitzen sowie eventuelle Anomalien der Ferkel festgehalten. Zur Abstammungssicherung werden alle Ferkel mittels Tätowierung einer Abstammungsnummer gekennzeichnet. Die Ergebnisse der Zuchtleistungsprüfung werden jährlich im LKV Jahresbericht ausgewiesen.


 

Hygienemanagement

 

ZUCHTARBEIT | Hygienemanagement

Alle EGZH Zuchtbetriebe sind Mitglied im Bayerischen Produktionshygieneüberwachungsverfahren (BayPHV). Darüber hinaus schreibt die EGZH insgesamt drei Betriebsbesuche des Schweinegesundheitsdienstes und regelmäßige Probenahmen und Untersuchungen vor. Zu den Standarduntersuchungen zählen Rhinitis Athrophicans, PRRS, Salmonellen und Endoparasiten. Alle Ergebnisse werden in einer Online-Datenbank verwaltet. Somit haben unsere Verkaufsberater jederzeit die Möglichkeit Ihnen einen optimal auf Ihren Betrieb abgestimmten Zuchtbetrieb zu vermitteln.

Die EGZH schreibt zudem für alle Zuchtbetriebe folgendes Impfregime vor:

  1. • Schutzimpfung gegen Mycoplasmen im Abferkelstall
  2. • Grundimmunisierung gegen Porcine Parvo (PPV) und Rotlauf.
  3.   (2x im Abstand von 2 - 4 Wochen ab einem Alter von 5 1/2 Monaten)
  4.   Achtung! Grundimmunisierung muß vor dem ersten Belegen abgeschlossen sein!
  5. • Zudem sind auf Kundenwunsch zahlreiche Untersuchungen und Zusatzimpfungen möglich.

Kontakt:

Erzeugergemeinschaft und Züchtervereinigung für Zucht- und Hybridzuchtschweine in Bayern w.V.
Senator-Gerauer-Str. 23a
85586 Poing/Grub
Tel.: (089) 544 141 - 0
Fax: (089) 544 141 - 99
Email: poststelle (at) egzh-bayern.de

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