Kontakt:
Erzeugergemeinschaft undZüchtervereinigung für Zucht-
und Hybridzuchtschweine in
Bayern w.V.
Haydnstrasse 11
80336 München
ZUCHTARBEIT | Basiszucht in Bayern
Zur Sicherung des Zuchtfortschrittes und zur Erhaltung der Linienvielfalt unterhält die EGZH ein Basiszuchtprogramm für die Rassen Deutsche Landrasse und Deutsches Edelschwein.

Über dieses Programm wird die gesamte Zuchtarbeit von der Anpaarung bis zur Eberselektion gesteuert. Ziel ist die Produktion von fruchtbaren, leistungsstarken und langlebigen Kreuzungs- und Reinzucht-Jungsauen. Weitere Aufgaben der Basiszucht ist die Produktion von hochwertigen DL und DE Ebern für die bayerischen Besamungsstationen, sowie die Steigerung des Zuchtfortschrittes bei gering erblichen Merkmalen (Fruchtbarkeit).
Im Basiszuchtkonzept der EGZH wird eine Sauenbasis intensiv züchterisch bearbeitet. Durch die Erhöhung der Genauigkeit der Zuchtwertschätzung in Folge von wiederholten Prüfungen der Tiere wird der Zuchtfortschritt erhöht.
Infolge des starken Selektionsdruckes liegen die Zuchtwerte der Basissauen um ca. 15 Zuchtwertpunkte über dem bayerischen Mittel von 104 Punkten. Zugleich weisen die Basissauen im Mittel eine Sicherheit von ca. 60 Prozent für ihren Zuchtwert auf. Dies liegt entspricht dem Niveau von Besamungseber in konkurrierenden Zuchtorganisationen.
Das Generationsintervall wird verkürzt, indem man von der Nachkommenprüfung auf eine Geschwisterprüfung umstellt. Ein Jungeber wird in der Basiszucht nur aufgestellt, wenn gleichzeitig zwei Kastraten in die Mastprüfanstalt überstellt werden. Somit steht immer eine Vollgeschwisterprüfung bei der Selektionsentscheidung zur Verfügung.
Ein weiterer Punkt besteht darin, mittels gezielter Anpaarung in der Basiszucht ein Anstieg der Inzucht verhindert wird.
Kennzeichen der EGZH Basiszucht:
- Verkleinerung der Zuchtbasis (DL-Basis Bayern ca. 250 Zuchtsauen)
- Intensivierung der Zuchtarbeit, Erhöhung der Genauigkeit (Wiederholungen)
- Kürzeres Generationenintervall (Geschwister- statt Nachkommenprüfung)
- Vermeidung von Inzucht
In der bayerischen Herdbuchzucht stehen über 4500 Zuchtsauen zur Zuchtarbeit zur Verfügung. Durch Kombination von Basiszucht und freien Züchtern ergibt sich eine weitere Steigerung des Zuchtfortschrittes.
Zusätzliche züchterische Aspekte ergeben sich aufgrund der pyramidalen Struktur des Basiszuchtkonzeptes.
Da der Genfluss hierbei von oben nach unten geht, kann durch scharfe Selektion in der Basis, ein Großteil an Untersuchungen in der Vermehrungsstufe eingespart werden (Bsp. MHS-, RBP4-Test).
Die Daten aus den Vermehrerbetrieben werden zudem für die Zuchtwertschätzung in der Basis herangezogen. Hierdurch werden die in der Basis erhobenen Daten sinnvoll ergänzt. Dies ist besonders bei Merkmalen, die eine geringe Erblichkeit aufweisen, von Bedeutung. Diese Merkmale, wie etwa die Fruchtbarkeit, sind stark von Umweltverhältnissen beeinflusst und sollten in möglichst verschiedenen Umwelten getestet werden.
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Info-Film
Wir laden Sie herzlich ein unseren Info-Film zu sehen und alles über die Schweinezucht in Bayern zu erfahren!
Eberangebote
Hier finden Sie aktuelle Eberangebote zum Download:
Eberangebot, Oberpfalz, August 2010
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